Über
BIOGRAFIE
Arnold Mariashin (geb. 1970 in Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg) ist ein Fotograf, dessen Werk Fotografie, malerische Interventionen und digitale Verfahren miteinander verbindet. Er studierte Filmregie und Fotografie an der Staatlichen Universität für Kultur und Kunst in Leningrad und ist insbesondere für den Einsatz handgefertigter Kameras sowie traditioneller Dunkelkammer- und Abzugstechniken bekannt.
Mariashin stellte im Staatlichen Russischen Museum in Sankt Petersburg aus, unter anderem im Rahmen der Ersten und Zweiten Fotobiennale. Seine Arbeiten waren zudem in der Ausstellung Magic of the Object im Leopold Museum in Wien vertreten. Nachdem er 2022 gezwungen war, Russland zu verlassen, führt er seine künstlerische Praxis auf internationaler Ebene fort.
Sein Werk ist in der Künstlerdatenbank von Artnet verzeichnet, in der auch seine Auktionsergebnisse dokumentiert werden, und wurde bei Artnet Auctions angeboten. Seine Fotografien befinden sich in der Sammlung des Russischen Museums sowie in Privatsammlungen weltweit.
KÜNSTLERISCHES STATEMENT
Meine Arbeit beruht auf der Überzeugung, dass ein Bild sich selbst genügen sollte. Es sollte weder von einer Erzählung noch von Symbolik oder einer Erklärung abhängig sein. Mich interessieren Bilder, die vollständig durch ihre eigene visuelle Präsenz existieren – durch Licht und Schatten, Stille, Spannung und Form.
Häufig gehe ich von alltäglichen Motiven aus, doch mein Ziel besteht weder darin, sie zu beschreiben, noch ihnen eine bestimmte Bedeutung zuzuweisen. Ich möchte, dass sich das Bild der Interpretation widersetzt und den Betrachter allein durch seine visuelle Kraft festhält. Nur ein von jeder Geschichte befreites Bild kann für ein endloses Betrachten offenbleiben.
Mein Ziel ist es, eine solche magnetische Wirkung zu erzeugen: ein Werk, das weder erzählt noch erklärt oder illustriert, sondern den Blick auf sich zieht und festhält, als ließe es sich niemals vollständig ausschöpfen.